09.November 1989 - Parteikonferenz? Sonderparteitag?

Gestern vorm ZK-Gebäude die Demonstration von Genossen. Es sind die konsequenten Erneuerer. Zu ihnen rechne ich mich. (Dr. Brie)

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# Krenz-Vorschlag für neues Politbüro #

Abends in der Rheinsberger 61 Beratung zur Volkssolidarität mit Wandrei, Friedrich, Freiberg, Nitschke, Kluge. Wir haben es geschafft, wieder Leute für einen arbeitsfähigen Vorstand zu gewinnen.

Ich meine - in der Diskussion mit C. - daß die Partei einen neuen Anfang macht. Sie versteift sich weiter aus “Nein”.

Es heißt (Quelle Schabowski), daß Honecker und Mielke den Befehl zum Einsatz der Sicherheitskräfte am 9.10. in Leipzig bereits gegeben hatten.

Kerstin erzählte, daß Bekannte noch am 4.11. an der Teilnahme an der Demo gehindert worden seien.

Ich komme kaum zum Arbeiten.

Heute Abend große WBA-Beratung.

Die Frauen hier an der ZF (und der Lehrgang) vertrauen mir.

Fr. # unser amtierender APO-Sekretär # überraschte mich gegen Mittag (auf Anfrage der Kreisleitung) mit der Frage, ob ich für eine Parteikonferenz sei oder für einen Sonderparteitag. Ich hatte erst Stunden zuvor im Statut nachgelesen, was beide Gremien können und war nun eindeutig für außerordentlichen Parteitag. 2 Std. später informierte er mich, daß das ZK nun schon beschlossen habe, Parteikonferenz durchzuführen. G. wolle nun den GO-Standpunkt gar nicht mehr der KL geben. (86% der Genossen unserer APO waren für Parteitag.) Fr. vertritt morgen beim Zusammentreffen aller APO-Sekretäre die Forderung “Sonderparteitag”.

Böhme sei schon wieder aus dem Politbüro ‘rausgepurzelt. (Was sollen Lange und Müller da drin?) Und Schürer?

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