20. Februar 1982 - Untreue; Traum

Punkt 7.00 Uhr wache ich aus Träumen auf (erstmals Träume seit Wochen) und sehe sofort, daß L. noch nicht da ist (von ihrer Faschingsfete)….

Das Herz hämmerte mir nicht in dieser quasi Eifersuchtssituation, das registrierte ich; beim Waschen bemerkte ich aber, daß ich unter den Achseln einen dollen Schweißausbruch hatte.

Beim Frühstücken und dem Umgang mit den Kindern bin ich äußerlich ruhig, innerlich aber doch angespannt und bei kleinen Anlässen zum „aus der Haut fahren“ bereit….

Heute geträumt in der Nacht.
Zuerst irgendwie im Gespräch mit K.H. Sch.

K.H. Sch ist einer meiner ältesten Freunde.

Er will sich ein Sommerhaus am Baikal-See anlegen, ich bin interessiert, mitzumachen.
Danach ein Auto, ein Traktor mit irgendeinem Bodenbearbeitungsgerät, ein Mähdrescher. Am Traktor wird erst herumgebastelt, dann geht die Fahrt los. In einem weiten Bogen fahren das Auto, dann der Traktor vom Hof. Der Mähdrescher folgt. Der Fahrer nimmt mich zu sich hinauf. Bald fahren wir auf einem Feldweg. Aus voller Kehle singen wir das sowjetische Lied „Auf dem Weg“ („putj“).
Danach in Bulgarien. Ein hünenhafter Bulgare ist zuerst freundlich zu mir. Dann habe wir uns überworfen (wegen meiner Frau?). Wir stehen uns gegenüber. (Ich weiß inzwischen, daß er ein Gewaltverbrecher ist.) Freunde von ihm drumherum. Mit ausgestreckten Armen hebt er mich hoch, an meinen Schultern oder Armen, und hält mich in der Luft, ich trete ziemlich wirkungslos gegen seine Arme und seine Brust, einer seiner Freunde mischt sich ein, obwohl ich ziemlich wehrlos bin. Irgendeinen Arm versuche ich zu hebeln. Zuletzt gebe ich dem Hünen mit meinem schweren Schuh einen furchtbaren Tritt an den Hals (zuerst hatte ich gezögert, das zu tun), Er fällt und alle stieben davon. Wir flüchten (auch L.) zu einer Grenzstation, In weinroten Kostümen kommen uns einige Beamte (Frauen) entgegen. Erleichtert höre ich: „Sie sind jetzt auf sowjetischem Gebiet.“

Leave a Reply