04. Mai 1982 - Casanova-Maxime


# Ich fahre zu M. L. nach Grünau. M. L. ist eine frühere Kollegin, jetzt Kaderdirektorin eines Kombinats. Ich will mich mit ihr zu meinen eigenen Kaderdirektoren-Plänen beraten. #

[…]

In Adlershof sehe ich (weil sie sich mir in Positur stellt und zwar nachdrücklich) eine sehr junge Frau von seltenem Reiz, sehr mager, dünne Beine, roter, schön geschwungener, großer Mund und große braungrüne Augen, dichtes dunkles Haar, mit rotkariertem Hemd und schwarzem weiten Mantel, gut angezogen. Eine Frau zwischen Keuschheit und Leidenschaftlichkeit. Ich fahre wegen ihr bis Königs Wusterhausen, wo ich sie anspreche und sie mich abweist. Bei M. L. verspäte ich mich so um 40 Minuten.

Ich handelte nach Casanovas Devise: Ohne irgendwelche Rücksichtnahmen Zugreifen, wo ich eine Chance nutzen will! Nicht wählerisch sein! Nicht gerade „verhindert“ sein. (Als begehrender Mann handeln.)

 

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