23. Oktober 1982 – menschliche Beziehungen

Film “Lady Chatterly” (mit Heidrun)

Lesen: “Guten Morgen, Du Schöne”

Auf dem Heimweg von Heidrun wandern meine Gedanken zu Evi; um sie nicht zu mystifizieren, erinnere ich mich an die Momente bzw. Phasen unserer Beziehung:

a) erster Eindruck: nett, hübsch, zu jungfräulich

b) Evi eine Weile aus dem Gesichtskreis

c) nach ca. 2 Wochen aktive Aufmerksamkeit für sie. Ich phantasiere (zunächst spielerisch) eine erotische Beziehung zu ihr.

d) Ich mache mich bemerkbar, nehme Beziehung auf

e) Sie erwidert und macht dabei eindeutig klar, welcher Art diese Beziehung sein kann – kurze Enttäuschung bei mir. Ich erkenne die Vater-Tochter-Beziehung für mich!

f) Der Kontakt wird enger, gewisse Enttäuschung über “Ungeistigkeit”, mangelnde Kultur des künstlerischen Geschmacks

g) Besinnen auf den wahren (ethischen) Wert dieser Beziehung und nun

h) (nach einigen Wochen) kritische Revision dieses “wahren Wertes”. Hält er der Zeit stand? Oder verflüchtigt er sich ins Abstrakte? Und er hält nicht nur stand, es wird mir auch klar, daß jede Beziehung ihre eigene Konkretheit hat. Ja vielleicht besteht die Aufgabe darin, herauszufinden, welche eigene Konkretheit die Beziehung zu jedem einzelnen Menschen haben muss.

a-d: Ich bin im Üblichen befangen, “sitze im Käfig”

e: Die große Entdeckung, das Neue für mich.

f-h: Die immer tiefere Aneignung dieses Neuen, seine Verallgemeinerung.

 

Methodische Überlegung für meine Persönlichkeitsanalyse: Die Zeitanalyse ergänzen durch eine relativ detaillierte Haushaltsanalyse (Einnahmen, Ausgaben), etwa monatlich. Auch hier auf vorhandene Methodiken stützen.

 

 

Leave a Reply