22. März 1989 - “Publizität”

Gestern in “150 Jahre Fotografie”

danach in “Gastmahl des Meeres” # DDR-Kette von Fischgaststätten, vergleichbar “Nordsee” #

Benjamini umgetopft,

Polemik mit C. zum Fernsehen,

Obstgelee - (gelungen)

schöne Liebe!

Heute Abend in “Kleine Vera” # sowjetischer Film, siehe: http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/kleine-vera,1308545,ApplicationMovie.html #

Jetzt gleich ML-Seminar (Lenin Werke Band 27, S. 250!)

# Meine Tagebucheintragungen, die damals manchmal sehr knapp sind, begnügen sich mit der Literaturangabe und dem Ausrufezeichen zum Lenin-Seminar.

 

Heute, da über Lenin im wesentlichen Gruselstories verbreitet werden, und viele, die es eigentlich besser wissen sollten, (nachholend) Nietzsche oder Heidegger lesen und (ebenfalls nachholend) versuchen, ihre paar überzähligen Kröten am Aktienmarkt “arbeiten zu lassen”, erlaube ich mir ein paar Zusatzinfomationen:

 

Es handelt sich um Lenins klassische Arbeit “Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht” vom März/April 1918. Das Seminar befaßte sich mit dem Abschnitt: “Die Organisierung des Wettbewerbs”, Seite 250-253 meiner Lenin-Ausgabe von 1960. Hier ein kleiner Auszug:

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890322bp1010007.jpgLenins Position zur Publizität, also auch zur Rolle der Massenmedien, wurde nicht nur in der damals aktuellen Losung “Glasnostj” aufgegriffen. Ich stellte sie offensichtlich auch (ohne das im Detail rekonstruieren zu können) in einen polemischen Gegensatz zu dem ND-Artikel, der mich einen Tag zuvor (gestern hier dokumetiert) empört hatte.

Übrigens verweise ich den Interessierten auf Lenins  Formulierung auf S. 251, jede Fabrik, jedes Dorf sei eine Produktions- und Konsumkommune. Das ist durchaus etwas anderes als die spätere realsozialistische “administrative Kommandowirtschaft”. Das sei festgehalten, ohne Lenin deshalb zum Schöpfer eines “Kommune-Sozialismus” stilisieren zu wollen.

Die Wahrheit ist eben viel differenzierter. #

 

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