Archive for the ‘Faschismus’ Category

12. März 1990 – Brief an Kurt Riemer

Sonntag, Januar 22nd, 2012

# “Freiheit braucht Raum” # 

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Am Wochenende war eine Flut von Westzeitungen im Angebot. Beim Einkaufen in der Ackerhalle sehe ich den Leistenhändler, dort, wo ich die runden Spiegel gekauft hatte, der an seiner Ladentür steht und  - ledergeschürzt – die Bildzeitung verkauft. Sie gehen weg, wie warme Semmeln, die Leute stürzen sich darauf wie auf ein endlos lang entbehrtes Labsal. Am Freitag hatte sie als Werbeexemplar im Haus der Statistik gelegen.

 # Das “Haus der Statistik“, Sitz der DDR-Zentralverwaltung für Statistik war ein am Alex gelegener Bürokomplex. „Bild“ war nun also bei den zentralen Staatsorganen der DDR präsent. Ich nahm ein Exemplar mi, um das Gesamtkunstwerk „Bild“ im Tagebuch zu  dokumentieren. #

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Die Beispiele der letzten Seiten zeigen, dass die Dämme gegen den ideologischen Dreck endgültig gebrochen sind.

Beiliegende Seite brachte der Sonntag ins Haus. Die Hilflosigkeit bedeutender Schriftsteller ist ein erstaunliches Phänomen.

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Meine geistigen Prozesse unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von denen dieser Leute:

-                      ich hatte nie ein euphorisches Verhältnis zum 4.11., habe vielmehr dieses Ereignis und noch mehr den 9.11. mit gemischten Gefühlen erlebt.

-                      Ich bin mir jederzeit der „Errungenschaften“ der DDR-Wirklichkeit bewusst. Wenn ich jetzt erlebe, dass sie physisch bedroht sind und teilweise schon zerstört werden, so heißt das keineswegs, dass sie in mir moralisch zerstört werden.

-                      Und wenn jetzt BRD-Imperialismus uns übernimmt, dies zumindest sehr entschieden betreibt, so ist das zwar ein physisches Faktum; also anerkenne ich diese Gewalt, aber sie hat auf mich kaum eine Überzeugungswirkung. Die „Gebrechen“ dieses Marktsystems sind offensichtlich.

Nötig, hierüber mal gründlicher zu schreiben. Schriftsteller – Leute, die, koste es was es wolle, ständig Ideen aus sich ‚rauspressen müssen - das kommt mir oft ziemlich krampfig vor. 

# Brief an Kurt Riemer. Einiges zum Hintergrund:

Kurt war für mich eine außerordentlich wichtige, orientierende Persönlichkeit. Zum Programm der Halbjahreslehrgänge unserer ZF (für das ich verantwortlich war)  gehörte immer ein Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen. Natürlich organisierte ich dazu eine kompetente Führung, und für diese wurde seit Ende der siebziger Jahre Kurt Riemer gewonnen. So lernten wir uns kennen. Kurt war etwa Jahrgang 1915 und Widerstandskämpfer von 1933 an. Er gehörte zur  Berliner Gruppe Robert Uhrig. Er war viele Jahre in Haft, darunter auch mehrere Jahre im KZ Sachsenhausen, an der Seite Matthias Thesens. Als die illegale Lagerleitung in Sachsenhausen im Oktober 1944 aufflog (und in der Folge auch Matthias Thesen ermordet wurde) verdankte Kurt Riemer der Standhaftigkeit Thesens, daß er überlebte. Kurt war bis zuletzt im KZ Sachsenhausen und nahm auch am Todesmarsch teil.

Kurt war für unsere Gruppe von Nachwuchsführungskräften auch deshalb besonders geeignet weil er in der DDR wichtige Funktionen in der Partei und als staatlicher Leiter ausgeübt hatte, er kannte sich also auch auf diesen Ebenen aus. Aus diesen Funktionen war er zur Zeit unserer Zusammenarbeit ausgeschieden und Rentner. Dies vordergründig wegen seiner angeschlagenen Gesundheit, wohl aber auch wegen einer Maßregelung (von der mir aber nichts Näheres bekannt ist).         

Von Kurt erfuhr ich viel von der, sozusagen, „Innenseite“ des Widerstandskampfes. Er mystifizierte nicht. In gewisser Weise sei es 1933 sehr einfach gewesen, meinte er. Man mußte sich einfach treu bleiben Punkt. Mein Brief drückt wohl deutlich aus, daß ich dem alten Genossen versichern wollte, daß ich unter den Bedingungen des Tages treu zu bleiben gedachte.

Wenig später hat er mir geantwortet. Dann noch einige weitere Ergänzungen.# 

„Lieber Kurt!                                                                                                                                                                                                     12.3.90

Ich möchte mich mal wieder kurz melden. Dir geht es hoffentlich gesundheitlich gut und überhaupt nicht schlecht. Aus dem beigelegten Papier # Es geht um mein persönliches Wahlflugblatt # siehst Du, wie bei mir die Arbeit, die Parteiarbeit, weitergeht. Eigentlich sollte es ein Flugblatt werden. Jeder in unserer Parteigruppe hatte sich vorgenommen, einen Entwurf zu machen.) Aber dann waren genügend gute gedruckte Flugblätter gekommen. Und ich habe mehr einen knappen Brieftext geschrieben, der hoffentlich eine gewisse Wirkung durch die persönliche Bekenntnisform gewinnt. Dies Papier habe ich 90x vervielfältigt und gebe, schicke es an alle, mit denen ich durch die WBA-Arbeit bekannt geworden bin. Eine Einwohnerversammlung zur Wahl hatte der WBA kürzlich auch veranstaltet. Wir hatten fünf konkrete Fragen an die wichtigsten Parteien/Vereinigungen gerichtet und sie um Sprecher gebeten. Ca. 60 Einwohner kamen aber nur wenige Parteien waren vertreten. Es war dennoch eine lebhafte Diskussion und PDS konnte dabei weine gute Rolle spielen. Solche Parteien, wie SPD oder CDU/DSU/DA waren nicht vertreten. Ich will aber nicht in’s lange Erzählen kommen, wollte Dir (Euch) nur ein kleines Lebenszeichen und einen Gruß schicken. Das Leben ist ja nicht dazu da, um sich unterkriegen zu lassen. So geht es mir ganz gut – auch im Garten habe ich schon wieder gewerkelt und sogar übernachtet.

Sei herzlich gegrüßt

Und ebenso Deine Frau

…“

 

26. Februar 1990 – „Bildet Banden, tötet Nazis“

Donnerstag, Januar 12th, 2012

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„Bildet Banden, tötet Nazis.“ Diese Losung groß an die Wand geschmiert, gestern in der Schönhauser Allee. Früher auch schon mal „Nazis an die Wand“ am U-Bahnhof Dimitroffstr. gelesen. # Eine neue Art Losungen, tauchten auf, wie aus dem Nichts. Wo kamen sie her? #

Soeben habe ich bei Frau Beringer, PZV, eindeutig zugesagt. Nun soll ich zum Abtltr. Stoffer. Jetzt gilt es, meinen Abgang hier systematisch duchzuführen… Jetzt aber erstmal Gysis Referat vom Parteitag lesen.

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“Kinderarbeit”  (Türkei)

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08. Februar 1990 – Blick in die Zukunft

Donnerstag, Dezember 29th, 2011

Die Wochen rasen. 

Brief von Kurt gestern. Er ist sehr deprimiert, müde. Es trifft ihn nun vielleicht auch noch, daß ihn die LPG aus dem Wochenendhaus rausschmeißt.

Das spektakuläre Angebot der BRD-Regierung zu Verhandlungen für eine Währungsunion (nachdem noch gestern der Bundesbankpräsident dies abgelehnt hatte, stimmt er heute zu!) beweist einmal mehr den klaren, geraden Kurs dieser Regierung auf die Zerstörung der DDR. Es gibt keine politische Kraft, dies aufzuhalten. Modrow kann nur (und jede Folgeregierung) unser Fell so teuer wie möglich verkaufen. Unser stellvertretender Bildungsminister Abend (?) (CDU-NF) kündigt auch auf diesem Gebiet die Restauration an. Berghofer in Davos präsentierte sich als Groß-Liquidator.

Schewardnadse warnte vor dem Revanchismus, der sich unter dem Deckmantel der deutschen Vereinigung kräftige. Carmen findet das nun doch übertrieben. Ich werfe ihr vor, dass sie Entwicklungen erst sehe, wenn sie eingetreten sind. Dabei erinnere ich sie, dass wir uns noch vor 14 Tagen erbittert über meine Worte stritten, dass es der BRD einzig und allein um den Anschluß der DDR gehe. Unter dem Eindruck des Ministers Abend (o.ä.), der sie auch deprimiert hatte, widerspricht sie diesmal meinen Vorwürfen nicht.  

Fernsehinterview mit Bärbel Bohley. Ich begreife deutlicher, dass diese Leute, diese wenigen Leute, die einzigen Helden unserer jüngsten Geschichte waren. Ich meine die Oppositionellen, die Verfolgung auf sich genommen haben, weil sie für die Demokratie kämpften. Sie waren vor ein, zwei Jahren eine verschwindende machtlose Minderheit und sie wir sind es auch jetzt und werden es auch in absehbarer Zukunft sein. Es geht – ich wiederhole es – heute nicht mehr um Demokratie in der DDR, sondern um die Zerstörung der DDR, d.h. die Vollendung dieses Prozesses und das Aufsaugen der Reste durch die BRD.

Was ich für die Zukunft erwarte:

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Die BRD (der BRD-Imperialismus) landet ohne einen einzigen Schuß abzugeben, ausschließlich mit ökonomischer und politischer Überlegenheit, einen absoluten Sieg über die DDR (Einverleibung). Die DDR wird entwaffnet bei Fortbestehen der Bundeswehr. (Ebenso ist der Warschauer Vertrag zerfallen, bei Fortbestehen der NATO, die sich nur modifiziert, auch militärisch gesehen)

Die „Verdauung“ der DDR bedeutet für die BRD eine große Anspannung, die sie aber – mit gelegentlichem Magendrücken – bewältigt (in 5-10 Jahren). Der BRD-Imperialismus (genauso der USA-Imperialismus) haben ein ungeheures Erfolgserlebnis. Die im Osten liegenden Ziele dieses Imperialismus (Polen, CSSR, Königsberg) werden zu Zielen realer Politik. Dabei beschränkt sich die BRD weiter auf den Einsatz ök. und pol. Macht (während sie die militärische Macht in Reserve hält, teilverringert, konserviert). Das Erringen einer gravierenden Herrschaft Dominanzposition im EG-Raum, d.h. in Europa überhaupt, wird weiter betrieben, läuft parallel zur offensiven Ostpolitik.

In Deutschland besteht immer und zunehmend eine nationalistische Komponente bzw. Alternative.

All dies ist wahrscheinlich, weil die UdSSR in den nächsten 15 Jahren ihre Rolle als Supermacht nicht voll wahrnehmen kann, vielleicht einige dieser Funktionen erfüllt aber in anderer Hinsicht (ich glaube einschließlich der Königsberger Frage) nur die Kräfte einer Regionalmacht aufbringen kann.

Welche neuen strategischen Ziele sich in dieser Situation der USA-Imperialismus setzt, ist mir unklar, aber sie werden auf jeden Fall offensiv sein, die SU in ihrer Handlungsfreiheit einschnüren und auf solider oder überragender (?) militärischer Stärke basieren.

Die Widersprüche zu den Armen der Welt werden in vieler Hinsicht unerträglich werden. Natürlich erstmal für diese. Es kann zu offenen Kämpfen kommen, die aber mit Niederlagen für die Zivilisation enden, egal, welche Seite siegt.

Die sozialen Konflikte in den triumphierenden Ländern der Kapitalherrschaft verschärfen sich. Es ist mir unübersehbar, welche Folgen die Beseitigung der realen stalinistischen Alternative haben kann. Ist es möglich, dass nach einer Etappe von vielleicht 20, 30 Jahren der Kapitalismus reale innere Reform- und Revolutionskräfte gebiert + in der SU ein demokratischer Sozialismus entstanden ist + die armen Länder (einschließlich China) Bedingungen und sogar Zwänge für eine grundsätzliche Reform des Kapitalismus schaffen? Das steht in den Sternen.

Heute, denke ich, geht es darum das Überleben bisheriger sozialistischer Ideen zu sichern und eine für die Zukunft mögliche sozialistische Idee zu entwickeln. Es wird - für wie lange? – keine Einheit der Linken geben. Sie werden also auch keine starke Vertretung im Bundestag haben (vielleicht gar keine). Freilich, nach der gegenwärtigen absoluten Niederlage der stalinistischen „Linken“, könnten einige zusätzliche Impulse für linke Positionen entstehen, so dass diese Kraft überlebt.

Für mich folgt: „Links“ (sozialistisch) wird wieder zu einer Frage von Zirkelpolitik (Machtlosigkeit). Handlungsmöglichkeiten bestehen auf demokratischer Ebene (Basisdemokratie).

Zukunft der Weiterbildung im Ministerium, meines Arbeitsgebietes… Sollte ich mich nicht davor bewahren, mich mit der ideologischen Formierung des neuen Systems zu beschmutzen. Das würde ich doch als Ideologe/Organisator machen. Sollte ich mich nicht lieber als Verkäufer meiner Ware Arbeitskraft ehrlich auf den Markt begeben. Mit den Marktgesetzen leben, spekulieren und ihr Opfer sein. Diese Linie des „Widerstand Leistens“ im System selbst, die bringt doch nichts, wie mir meine bisherige Praxis bestätigt (bringt nichts für die moralische Integrität und Gesundheit).

Hab‘ soeben unsere Flüge gebucht (im August nach Burgas und zurück). Ab morgen wären sie um mehr als 200,-M/Person teurer gewesen.

Soeben Termin gemacht mit Frau Beringer, der Kaderleiterin des Hauptpostamts 8.

Auf dem S-Bahnhof Alexanderplatz traf ich Eberhard Ackermann aus Moskau kommend hier zum Soziologenkongreß, seit Oktober 89 nicht mehr in der DDR gewesen. Er findet vieles einfach unbegreiflich. Wir reden kurz über die Vereinigungseuphorie. Auch er ist noch in der Partei.

Lesend in „Initial“ 1/90, Brie, Peche, Sozialismuskonzeption ergeben neue Anregungen, fast möchte man sagen, aus der Theorie hergeleitete Hoffnungen. Nach dem Motto: Was geistig nicht wirklich überwunden wurde, kann nicht sterben. Aber andererseits sind es dann immer wieder Fakten des Tages, die solche Hoffnungskeime niederschlagen.

Für die Konzeption „Zentralschulen“ habe ich noch nichts aufgeschrieben, mache mir Gedanken, muß aber morgen ‚was zu Papier bringen.

15. Januar 1990 – Tag des „Sturms auf die Stasizentrale“

Mittwoch, November 30th, 2011

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Soeben, in der Frühstückspause gehört, daß Modrow eine Stunde Zeit für den Runden Tisch hatte, seine Erklärung gehört.

Das ist ein Schritt, der uns weiterbringt!

Ich bin mit der Planungsarbeit für die nächste künftige zeit unserer Einrichtung beschäftigt.

Übrigens bei der gestrigen LL-Demo in Friedrichsfelde fiel uns eine Gruppe junger, sehr kurz geschorener Uniformierter mit den roten Barreten der Luftlandetruppen auf.

Übrigens beeindruckt von dem Artikel in Sonntag 2/90 “Mach das Brett auf”  (mein Zeitungsarchiv)

Abends überrascht von den Fernsehnachrichten der Ausschreitungen am Gebäude der Stasi in der Normannenstr. Fernsehdiskussion dazu, aus der mir noch einmal klar, wie gefährlich eng verknüpft Gewalt gegen Sachen mit der Gewalt gegen Personen ist. Danach sehr scharfe Auseinandersetzung mit C. zu diesen Vorgängen. Sie sagte, sie habe ursprünglich auch dorthin gehen wollen. Ich sagte (habe dabei im Auge, dass sie nicht zur LL-Demo gegangen war), sie müsse sich überlegen, wofür sie auf die Straße gehe.

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12. Januar 1990 - Einheitsfront zur Entmachtung der SED-PDS

Sonntag, November 27th, 2011

Es hat sich gebildet die Einheitsfront für eine Entmachtung der SED-PDS. Vielleicht aber geht es in Wirklichkeit schon um Zerschlagung. Warnstreiks der Arbeiter häufen sich. Wir werden untergehen, aber doch wenigstens mit fliegenden Fahnen. Mit dem Eintreten von Arbeitern in die öffentliche Politik bekommen Chauvinismus und die Gesänge der Fußballstadien Raum. Die Massen sind – wie stets? – im kindlichen Wahn. Und Verantwortungsbewusste, die für die Erneuerung dieses Landes bereit sind, mit ALLEN Gutwilligen zusammenzuarbeiten gibt es nur in der Führung meiner Partei, in keiner anderen politischen Führung. Die beste Chance der Erneuerung wird also verspielt werden. Sie wird der Entmachtung der SED-PDS untergeordnet werden. Die Erneuerung danach wird zwar nicht unmöglich aber unvergleichlich schwerer sein. Ihr Scheitern wird eine reale Gefahr. Auch das Scheitern Gorbatschows wird zur realen Gefahr!

Nasdala, aus Crostau zurück, bringt eine erste Arbeitsrichtung. Mir scheint, man sieht nur noch Markt.

Die WPO-Versammlung am 10. im Wohngebiet, Teilnehmer 40, zeigte unser doch vorhandenes Potential. Die Diskussion und Beschlußfassung läuft positiv.

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01. Januar 1990 - Anschlag sowjetisches Ehrenmal

Sonntag, November 27th, 2011

Sonntag 53/89 W. Kil u.a. „Der Fall Ralf Oswald“, Platonow: „Baugrube“

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31. Dezember 1989 - Zeitungskehraus

Sonntag, November 27th, 2011

Zeitungskehraus.

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 # Daß die Türken slawische Namen annehmen mußten, hatte ich vor Jahren in Bulgarien hautnah erlebt. Ich fand es nicht nur empörend, weil sowas mit Leninscher Nationalitätenpolitik völlig unvereinbar war, sondern auch, weil ich die Namen meiner türkischen Freunde besonders schön fand. Nun mußte sich plötzlich Ismet „Ignaz“ nennen. #

 

Mit C.s Verwandten aus Westberlin zu Silvester in Skaby.

 

25. Dezember 1989 - Verbrecher-Kommunisten

Freitag, November 25th, 2011

Kommunismus

Die größten Verbrecher des Jahrhunderts neben Hitler sind aus der kommunistischen Bewegung hervorgegangen; Stalin, Pol Pot, Ceauchescu.

Soeben meldet die AK # “ Aktuelle Kamera“ #, daß Ch. Hingerichtet worden sei.

24. Dezember 1989 - Kurt Gerron

Donnerstag, November 24th, 2011

Weihnachten im Club der VS. # Volkssolidarität #

Pute zu Mittag.

 

# In einer Ausgabe der populären Zeitschrift „Magazin“ (Welche Nummer?) fand ich diesen hochinteressanten Bericht über die Entstehung des Nazi-Propagandafilms „Theresienstadt“, Regie: Kurt Gerron (bekannt aus der Uraufführung der „Dreigroschenoper“). Der Artikel ist von dem geschätzten Filmkritiker und Journalisten Fred Gehler. #

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16.-18. Dezember 1989 - Besuch der Verwandten in Coburg

Dienstag, November 22nd, 2011

# Die Seite des Tagebuchs mit der Coburg-Touristenwerbung # 

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Im Bayernkurier ist man sehr deutlich zu strategischen Fragen, ganz besonders der Eigentumsfrage

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# Unsere Tante ist aktive ÖTV-Gewerkschafterin und klärt uns über bundesrepublikanische Einkommensverhältnisse auf. #

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# Zu Hause ein geschichtlich-politischer Artikel von Kurt Finker, wahrscheinlich im “ND” #

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 # Es muß verwundern, daß ich über den Verwandtenbesuch selbst faktisch nichts geschrieben habe. Tatsache ist, daß die Beziehung zu den Coburger Verwandten völlig abgerissen war (und es auch geblieben ist). #